Über Uns

Im Interkulturellen Mädchentreff Azade treffen sich Mädchen und junge Frauen von 6 bis 21 Jahren, in Ausnahmefällen auch bis 27 Jahren, unterschiedlicher kultureller und sozialer Herkunft. Hier können sie mit ihren Unterschieden und Gemeinsamkeiten in Dialog treten und dabei viel voneinander lernen. Die Mitarbeiterinnen des Mädchentreffs verfügen über umfassende Kenntnisse zu Migrationsgeschichte, rechtlichen und sozialen Bedingungen von migrantischen Familien, Rassismus und Diskriminierung und orientieren sich in ihrer Arbeit an den Grundsätzen der parteilichen antirassistischen und emanzipatorischen Mädchenarbeit. Aufgrund der langjährigen Aktivitäten und Erfahrungen in der Migrationssozialarbeit ist der Mädchentreff zu einer wichtigen Anlaufstelle geworden, besonders für Mädchen und junge Frauen mit Migrations- und/oder Fluchtgeschichte und auch für ihre Eltern, bezüglich der Fragen und Probleme, die die Mädchen betreffen. Die Angebote basieren auf einer ganzheitlichen Wahrnehmung der Besucherinnen, sind eng miteinander verknüft und ergänzen sich gegenseitig. Unsere Einrichtung wird von Mädchen und jungen Frauen aus dem gesamten Stadtgebiet besucht, wobei viele von ihnen aus Stadtteilen mit hohem Migrationsanteil häufig verbunden mit ausgeprägter sozialer Benachteiligung kommen. Diese äußert sich sowohl in schlechten strukturellen Alltagsbedingungen wie Wohnverhältnisse, Arbeitssituation, Zugang zu sozialen Diensten und politischen Gremien, Chancenungleichheit im Bildungssystem als auch in Gewalt in vielseitigen Formen u.a. rassistischen Ursprungs.


Mit unserem oben beschriebenen Konzept ist unsere Einrichtung einzigartig in Bonn und Umgebung. Wir reagieren auf die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen und gehen aktiv auf Jugendliche mit Fluchthintergrund zu. Unsere Mehrsprachigkeit, unsere personelle Besetzung und unser Konzept führen dazu, dass wir dabei eine besondere Vertrauensbasis schaffen können. Die Azade basiert auf den Grundsätzen von Freiwilligkeit, Niedrigschwelligkeit und Offenheit. Wir stehen für einen Dialog auf Augenhöhe und fördern die kritische Auseinandersetzung mit Herkunfts- und Aufnahmekulturen. Das macht unsere Einrichtung zu einem wichtigen Treffpunkt – sowohl für Mädchen, die schon lange hier leben, als auch für geflüchtete und neu zugewanderte Mädchen.